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Wirtschaft

Mehr Bares für Rares

Edelsteinbericht

Feine Edelsteine bleiben heiß begehrt, jedoch sind viele Vorkommen erschöpft und der Markt ist teilweise leer gekauft. Infolgedessen steigen die Preise für manche Varietäten, wie der jüngste Bericht der Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein ausweist.

Diamanten

Rohdiamanten

Gute, für die inländische Produktion geeignete Rohdiamanten einzukaufen, gestaltet sich für die deutschen Diamantschleifereien schwierig. Das liegt vor allem daran, weil das Angebot zu gering ist. Die Diamantindustrie leidet an dem – im Verhältnis zu den erzielbaren Preisen für geschliffene Ware – zu teurem Rohmaterial. Und das, obwohl beinahe alle größeren Minenfirmen ihre Absatzziele im letzten Jahr nicht erreicht haben.

Geschliffene Diamanten

Für die auf dem deutschen Markt benötigten Diamanten war das Angebot ausreichend. Bei nahezu stabilen Preisen verlief das Weihnachtsgeschäft erfreulich. Der im Verhältnis zum Euro etwas verteuerte US-Dollar hat kleine Preisnachlässe kompensiert.

 

Opake Steine

Achate

Achate sind genügend am Lager. Der Bedarf kann aus den Beständen ausreichend abgedeckt werden.

Lapislazuli

Das Angebot an guten Qualitäten sinkt. Der Bedarf kann aus hiesigen Beständen abgedeckt werden.

Malachite

Die Nachfrage ist nicht so stark, als dass es zu Rohstoff-Engpässen kommt.

Rhodochrosite

Die Nachfrage ist verhalten. Einfache Qualitäten sind genügend am Lager vorhanden.

Tigerauge

Rotes Tigerauge wird zurzeit in Rotgold verarbeitet. Rohmaterial ist genügend vorhanden.

Türkise

Die „Sleeping Beauty Mine“ produziert nicht mehr, doch die Nachfrage nach Türkisen ohne Matrix hält nach wie vor an. Die Preise werden also auch in Zukunft weiter steigen.

 

Opale

Australien

Südaustralien

Nachdem so gut wie alle Opalsucher in Südaustralien in andere Arbeitsbereiche abgewandert sind, fallen die Opalfunde sehr spärlich aus. Ob rund um Coober Pedy oder in weiteren Feldern Südaustraliens wie Mintabie, Lambina und nicht zuletzt in Andamooka – es werden immer seltener Funde verzeichnet und lediglich sehr wenige helle Opal-Partien kommen auf den Markt.

Queensland

Die Produktion in Queensland ist gleichbleibend, allerdings auf einem relativ niedrigen Niveau. Da auch in Queensland kaum noch Opalsucher tätig sind, wurden an den Fundstätten von Boulderopalen, Yowah-Nüssen und Koroit-Matrix Opalen nur wenige Funde verzeichnet. Günstigere Opale sind zurzeit noch genügend im Handel zu bekommen, gute Qualitäten in leuchtenden Farben werden allerdings zunehmend seltener.

New-South-Wales

In den Mininggebieten von New-South-Wales wurden noch weniger Opale gefunden als in den letzten Jahren. Zurzeit ist die Situation so, dass es in Lightning Ridge deutlich mehr Käufer als Opalsucher gibt. Die äußerst raren und begehrten Schwarzopale erzielen auf dem Markt nach wie vor Spitzenpreise – mit steigender Tendenz.

Mexiko

Für feine Qualitäten von opalisierenden Feuer- und Wasseropalcabochons gab es im vergangenen Jahr keine nennenswerten Funde, sodass diese Steine extrem rar geworden sind. Facettierte Feueropale sind im letzten Jahr ausreichend gefunden worden, sodass die Preise momentan stabil sind.

Äthiopien

Opale aus Äthiopien werden in ausreichenden Mengen angeboten. Die Preise sind stabil, außer bei großen Steinen, wo eine Preissteigerung festzustellen ist.

 

Rohsteine

Aquamarine

Helle und mittlere Qualitäten gibt es ausreichend. Gute Qualitäten sind schwierig zu bekommen und der Preis ist stark erhöht.

Peridote

Zunehmend wird die Qualität der chinesischen Ware schlechter und die Preise für größere Steine sind angestiegen, während kleine Steine in ausreichenden Mengen vorhanden sind.

Tansanite

Die Preise für Rohware ist immer noch relativ hoch gegenüber der geschliffenen Ware, allerdings bezieht sich dies auf mittlere Qualitäten. Sehr feines Material ist weiterhin stabil im Preis.

Tsavorite

Kleine Steine sind erhältlich, größere Rohware kommt hin und wieder auf den Markt, allerdings nicht in großen Mengen. Die Preise sind steil nach oben gegangen.

Turmaline

Mosambik liefert weiterhin eine verlässliche Menge Paraiba-Turmaline. Der Anteil an feiner Ware ist jedoch merklich geringer geworden, sodass diese preislich gefestigt ist. Rosa Turmaline sind weiterhin sehr gefragt. Das Angebot an Rohware ist eher bescheiden. Weiterhin ist das Angebot bei feinen grünen Turmalinen sehr unbefriedigend.

Fotos: Shutterstock

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