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Der ultimative Test: Wie fühlt man sich als Mechanikliebhaber mit einer Smartwatch am Handgelenk? Eines gleich vorneweg: gar nicht so schlecht.

Man muss unwillkürlich an „Unboxing“ denken – einen Trend aus dem Internet. In Videos werden Produkte unter vielen „Ahs“ und „Ohs“ ausgepackt, jeder Schritt kommentiert und der Inhalt präsentiert. Wenn man die Smartwatch „fenix Chronos“ von Garmin erhält, fallen einem diese Filme ein. Denn allein schon die Box der Uhr verdient Aufmerksamkeit: eine schlichte und hochwertig gestaltete Holzschatulle, deren Deckel – beiseitegeschoben – den Blick auf die Uhr eröffnet, die in einem Zwischenboden ruht und eine gute Figur macht. Das Edelstahlgehäuse mit der skalierten Lünette wird an einem ausdrucksvollen Lederarmband im Vintage-Look getragen. Die Uhr wirkt ob ihrer Größe sehr markant, hat durch die Farbkombination mit dem Band aber auch Stil, was die neugierigen bis anerkennenden Blicke von anderen in den nächsten Tagen durchaus beweisen.

Unkomplizierte Handhabung

Unterhalb der Uhr finden in der Schatulle die weiteren Zubehörteile Platz: das Ladegerät mit USB-Stecker, dessen Klemme am Uhrgehäuse befestigt und dabei die Unterseite an den entsprechenden Kontakten platziert werden muss, was unkompliziert möglich ist. Enthalten sind auch ein zusätzliches Armband – der Austausch ist dank der Schnellwechsel-Federstege leicht vollbracht – sowie ein kleines Handbuch und die Produktinformationen. Mithilfe des Handbuchs beginnt dann auch die Entdeckungsreise rund um den „fenix Chronos“, dessen fünf Drücker am Gehäuse erklärt werden – sie dienen dazu, ins Menü zu gelangen, es durchzublättern, Funktionen zu starten oder um die Beleuchtung auf dem Zifferblatt an- und auszuschalten.

Der erste echte Schritt erfolgt aber am Smartphone: Die Garmin App muss heruntergeladen werden, die das Koppeln von Handy und Uhr möglich macht und sogar erklärt. Auch das ist sehr unkompliziert, sodass schnell schon die ersten Features entdeckt werden können und die Uhr ans Handgelenk kommt. Dort muss sie ihre Qualitäten als „Luxus-Smartwatch“ unter Beweis stellen. Die „fenix Chronos“ kostet den Endverbraucher immerhin 

stattliche 999,99 Euro, womit das Modell offiziell als Luxusuhr gilt – der Uhren-Monitor, eine Studie zum Uhrenmarkt in Deutschland, spricht zumindest bei 1000 Euro vom Luxussegment. So legt Garmin selbst den Maßstab hoch – erfüllt ihn aber durch Optik und Haptik. Die „fenix Chronos“ besitzt ein robustes Edelstahlgehäuse mit mattem Finish, das in jedem Detail hochwertig verarbeitet ist. Auch die Drücker entsprechen den Ansprüchen des verwöhnten Uhrenträgers; ein Saphirglas über dem Farbdisplay komplettiert die robuste Ausstattung.

Angenehmer Tragekomfort

Auf dem Display erfolgt die beständige Anzeige der Uhrzeit im analogen Stil: Stunden- und Minutenzeiger ziehen ihre Bahn digital dargestellt und blass sichtbar. Auf Knopfdruck oder auch nach einer auffordernden Armbewegung – einer energischen Drehung zum Körper – wird die Darstellung erleuchtet und ist gut sichtbar.

Neben der soliden Ausstattung punktet das Modell durch Tragekomfort. Auch wenn mit einem Durchmesser von 49 Millimetern und einer Höhe von 15,0 Millimetern überaus stattlich in den Dimensionen, liegt die Uhr mit Lederarmband auch an einem schmalen Handgelenk komfortabel an, ohne wegzukippen oder sich unangenehm anzufühlen.

Einzig beim Schlafen möchte man sie nicht am Handgelenk lassen – das könnte dann doch unbequem werden. Lieber verzichtet man auf die Auswertung der Schlafdaten. Das ist sowieso nicht die Kernkompetenz der Uhr. Ganz im Gegenteil: Die „fenix Chronos“ ist ein Produkt für überaus sportliche Menschen mit einem Faible zu vielseitigen Outdoor-Aktivitäten: Beim Radfahren misst das Modell die Strecke, zählt beim Rudern die Züge, beim Schwimmen die Bahnen und beim Skifahren die zurückgelegten Entfernungen und Höhenmeter. Auch für Golfspielen, Triathlon, Laufen und Wandern werden entsprechende Funktionen angeboten – jeweils unterstützt durch die GPS-Funktion, die auch typische Navigationsfunktionen von Garmin ermöglicht. Für Sportler ebenfalls interessant: Durch ein rückwärtiges Display am Gehäuse erfolgt beständig die Herzfrequenzmessung, die über entsprechende Statistiken am Smartphone oder direkt auf dem Uhrendisplay betrachtet werden kann.

Insgesamt wird eine beeindruckende Vielzahl an Möglichkeiten geboten, die man innerhalb von zwei Wochen gar nicht entdecken kann. Zumal noch viel mehr Möglichkeiten bestehen, wenn man sich intensiv mit dem Produkt auseinandersetzt. So viel Zeit muss dann auch sein, um zum Beispiel weitere Apps zu installieren oder die Display-Anzeige zu individualisieren.

Vielzahl an nützlichen Funktionen

Ein wichtiges Element einer Smartwatch macht sich aber sehr schnell nützlich: Die Verbindung zwischen Handy und Uhr sorgt dafür, dass sich eingehende Anrufe durch dezente Vibration am Handgelenk bemerkbar machen. Dort steht dann Name oder Nummer des Anrufers; das Gespräch kann auch über die Uhr an Smartphone angenommen oder abgewiesen werden. Eingehende Nachrichten werden ebenfalls entsprechend angezeigt.

Mit einer mechanischen Uhr lässt sich diese Vielzahl an Optionen nicht vergleichen. Die „fenix Chronos“ beweist aber auf jeden Fall auch: Eine Smartwatch ist ein Produkt, das für sich steht, sodass beide Sparten ihre Berechtigung haben.

www.garmin.com

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