Das Magazin für Schmuck und Uhren

Uhren

Vorfreude ist die schönste Freude

Hermés

Da horchen Uhrenkenner auf: An der neuen „Slim d’Hermès L’heure impatiente“ von Hermès ist Jean-Marc Wiederrecht beteiligt. Der Konstrukteur steht für originelle mechanische Kreationen und hat eine Uhr entworfen, die das Gefühl der Ungeduld sichtbar macht.

„Diese Uhr verkörpert eine spezifische Beziehung zur Zeit“, sagt Laurent Dordet, Geschäftsführer von La Montre Hermès, über die neue „Slim d’Hermès L’heure impatiente“. In dieser dreht sich laut Dordet alles um die Erwartung eines ganz bestimmten Zeitpunktes und um jene Stunde zuvor, in der man sich auf das nahende Geschehen freut.

Diese letzte Stunde, in der man einer bestimmten Uhrzeit entgegenfiebert, besitzt auf der Hermès-Neuheit eine eigene Anzeige – eine retrograde Skala zwischen 6 und 8 Uhr. Hier durchläuft ein Zeiger einen 60-Minuten-Countdown, der in einer Note endet: Sobald die besagte Zeit erreicht ist, erklingt ein feiner, dezenter Ton. Erzeugt wird er von einem Hammer, der eine rund um das Werk laufende Tonfeder anschlägt.

Fantasie, Freiheit und Verspieltheit

Der Beginn des sehnlichst erwarteten Geschehens wird auf einem direkt benachbarten Hilfszifferblatt zwischen 4 und 6 Uhr dargestellt. Der hier befindliche Zeiger wird durch die Krone bei 4 Uhr bewegt. Dagegen verstellt man die aus der Mitte konventionell dargestellte Hauptzeit über die zweite Krone bei 2 Uhr. Bei dieser völlig neuen Komplikation dreht sich also alles um die Vorfreude – daher auch der Name der Uhr, denn „L’heure impatiente“ heißt übersetzt „Stunde der Ungeduld“.

Name und Konzept bestätigen das, was Laurent Dordet über die Kollektion sagt: „Unsere Uhren stehen auch für Fantasie, Freiheit, Leichtigkeit und Verspieltheit. Wir nehmen das Thema ernst, wollen aber nicht zu ernst sein.“ Für diese Gesinnung hat die Luxusmarke in Jean-Marc Wiederrecht und seinem Familienunternehmen Agenhor in Genf den perfekten Partner gefunden. Wiederrecht hat die schon vor fünf Jahren von Philippe Delhotal, Kreativdirektor von La Montre Hermès, entwickelte Idee nun realisiert und ein neues Modul für das Hermès-Automatikkaliber H1912 konstruiert. Die neue Komplikation sollte flach und elegant ausfallen, der Ton klar und volltönend wirken und diverse Sicherungsvorrichtungen den Mechanismus bei jedweden Manipulationen schützen. Zu diesem Zweck wurden diverse Komponenten neu konstruiert. Ein Rad mit nur einem Zahn wurde ob seines Aussehens in Form eines Fisches gestaltet, eine andere Komponente hat den Umriss eines Pferdes. Motive, die allenfalls ein Uhrmacher zu Gesicht bekommen wird, denn sie verbergen sich inmitten des Uhrwerks.

Text Iris Wimmer-Olbort

www.hermes.com

Zurück