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Uhren

„Design hat uns stark gemacht“

Rado

Rado engagierte eine Riege renommierter Gestalter und diskutierte mit ihnen über Form, Entwurf, Material und Zeit. Das Ergebnis ist eine neue Kollektion – die „Rado True Designers’ Series“.

Die Form ist bekannt, der Inhalt völlig neu: Bereits im vergangenen Jahr stellte Rado die überarbeitete Linie „True“ vor – ein rundes, minimalistisches Modell mit elegantem Gehäuse, das direkt in das Armband übergeht. Bei Rado nennt man die Uhr einen „zeitgenössischen Klassiker“ und bietet sie bislang in zwei Gehäusegrößen an – wahlweise mit Diamanten und Perlmutt sowie in Onyxschwarz, Weiß oder in der Farbe Platin, jeweils gefertigt aus Plasma-Hightech-Keramik.

Nun wurde die „True“ zur Bühne für eine neue Aufführung: Rado beauftragte sechs internationale Designer, ihre ganz eigene Uhr zu entwerfen. Denn jeder dieser Designer ist für seinen eigenen Stil oder ein besonderes Material bekannt, was in die Entwürfe einfließen sollte. So entstanden nach spannenden Diskussionen und zahlreichen Materialversuchen sechs unterschiedliche „Rado True Designers‘ Series“-Uhren – limitierte Modelle, in denen es vor allem um Design und Ideen geht, was auf Uhrwerken, Uhrglas, Gehäuseboden oder Zifferblatt ausgedrückt werden konnte. Nur die Gehäuseform und das Band waren als „Rahmen“ für die Gestaltung vorgegeben.

Über deren Entstehung diskutierte Rado-CEO Matthias Breschan mit den Designern bei der Präsentation der neuen Linie und betonte die lange Tradition der Marke in Bezug auf Entwurf und Material: „Design hat uns stark gemacht“, sagt Breschan, der auch auf die neuen Möglichkeiten durch technologische Entwicklungen der vergangenen Jahre einging. Zum Beispiel die erweiterte Farbpalette von Keramik sowie die Fertigungstechnik, ein Keramikgehäuse aus einem Stück herzustellen. Für die „Rado True Designers’ Series“ habe man bewusst Partner ausgewählt, die nichts mit Uhren zu tun hatten: „Wir wollten, dass Ideen aus anderen Bereichen einfließen – sowohl in ästhetischer als auch in technischer Hinsicht.“

Das zeigt sich bei der „Rado True Face“ aus dem Studio des polnischen Architekten Oskar Zięta, der mit der FiDU-Technik bekannt wurde – mit Möbeln sowie Objekten, die aus aufgeblasenem Metall gefertigt sind. Deren Wirkung entsteht nicht nur durch die Form, sondern auch durch die Gestaltung der hochglänzenden Oberfläche. Ein Effekt, den Zięta in seinem Uhrenentwurf zur Geltung kommen lässt: Das Zifferblatt wurde in einem anspruchsvollen Prozess, der bei der Herstellung große Mühen kostete, spiegelblank poliert. Verstärkt wird der Effekt der dünnen Edelstahlscheibe durch ihre konkave Form und eine besondere Behandlung der mattgrauen Zeiger: Deren Unterseite wurde roségoldfarben beschichtet, sodass eine raffinierte Spiegelung auf dem Zifferblatt entsteht. Zu diesem hat Oskar Zięta fast schon philosophische Ansichten, denn beim Blick auf die Uhr ergeben sich Reflexionen, sodass die Uhr immer wieder anders aussehe und „jede Sekunde ein Unikat ist“, sagte Zięta.

Ein Uhrwerk als neuer „Stoff“

Zeit, die sich verändert, spielt auch in der „Rado True Shadow“ eine Rolle, entworfen von dem japanischen Designer Kunihiko Morinaga. Bereits für seine Arbeit mit photochromen Stoffen bekannt, die je nach Lichteinfall ihre Farbe ändern, hat Morinaga seine Ideen von farbenwechselnden Werkstoffen auf seiner Uhr realisiert. Denn das Zifferblatt des Automatikmodells verdunkelt sich bei heller Lichteinstrahlung und legt damit einen Schatten über das Uhrwerk. Dieses ist offen gestaltet und ermöglicht den Blick auf die mit Perlierung dekorierten und teilweise ausgestanzten Werkkomponenten. Blicke auf das Uhrwerk ermöglicht auch die „Rado True Phospho“ aus dem Schweizer Designstudio Big-Game, die Minimalismus mit verspielten und unerwarteten Elementen verbindet. Das schwarze Messingzifferblatt der Uhr ist perforiert, sodass Teile des darunterliegenden Automatikwerks wie durch ein Lochgitter zu sehen sind. Damit interpretieren die Designer die traditionellen Skelettuhren und spielen auch mit geometrischen Formen: Einige der Löcher sind mit Super-Luminova gefüllt und werden so zu Stundenmarkierungen.

Weitere Entwürfe der „Rado True Designers’ Series“ stammen von dem US-amerikanischen Innenarchitekten Sam Amoia, dem Franzosen Philippe Nigro und dem Österreicher Rainer Mutsch. Es sollen andere folgen, ließ CEO Breschan anklingen: „Wir wollen junge Designer ermutigen und wir werden innovativ bleiben. Denn das bringt uns vorwärts.“

Text: Iris Wimmer-Olbort

www.rado.com/truedesignerwatches

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