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Porsche Design

Inspiriert vom High-Performance-Motorenkonzept des neuen Porsche 911 RSR, hat Porsche Design einen revolutionären Mechanismus zur Bedienung des Chronographen entwickelt. Damit unterstreicht das Unternehmen seinen Ruf als kreativer Thinktank der Branche.

Bereits zweimal ließ Porsche Design einen Paukenschlag in der Welt der Zeitmessung ertönen: 1972 mit der ersten Armbanduhr im komplett schwarzen Gehäuse und 1980 mit dem ersten Zeitmesser aus Volltitan. Diese Errungenschaften, die neue Standards etablierten, gehen auf Prof. Ferdinand A. Porsche zurück, der das Unternehmen 1972 gründete. Sein Ziel: technisch inspirierte Produkte jenseits des Fahrzeugs mit dem gleichen Anspruch an Ästhetik und Funktion zu schaffen. Dieses Ansinnen und die Schnittstelle zum Sportwagenbau ist einmalig in der Welt der Uhren, denn als einzige Marke hat Porsche Design exklusiven Zugriff auf die technische Expertise eines Sportwagenherstellers.

Motorentechnik im Uhrengehäuse

Nicht weiter erstaunlich, dass der dritte Paukenschlag, der in diesem Jahr in den Hallen der Baselworld zu hören war, ebenfalls auf diesen einzigartigen Technologietransfer zurückzuführen ist: Porsche Design Timepieces stellte einen neuen Chronographen mit höchst innovativer Steuerung vor. Anstelle zweier Drücker, die bei einem konventionellen Chronographen die Stopp-Funktion auslösen, setzt beim „Monobloc Actuator“ eine einzelne, doppelt gelagerte Schaltwippe, die auf der rechten Seite komplett in das Gehäuse integriert ist, bei Druck den Chronographen-Mechanismus in Gang. Diese Schaltwippe schwenkt bei Betätigung zum Zentrum des Uhrwerks. Dank geringster Bauteiltoleranzen wird der Steuerdruck dabei präzise auf gehärtete Spezialstößel übertragen, analog zum Konstruktionsprinzip von Motorventilstößeln. Speziell gefertigte Hochleistungsdichtungen auf diesen Stößeln ermöglichen eine perfekte Abdichtung zum Innenraum des Uhrwerks. Diese Dichtfunktion wird zu jedem Zeitpunkt der Betätigung des Chronographen sichergestellt, wiederum vergleichbar mit dem Prinzip der Abdichtung des Brennraums beim Rennmotor. Bei der Aktivierung stehen die Stößel in direktem Kontakt mit dem mechanischen Uhrwerk, dem Kaliber Valjoux 7754 mit zwei Zeitzonen, um die Funktionen des Chronographen präzise zu steuern. Dabei „taucht“ die Wippe bei jeder Aktivierung in das Uhrengehäuse ein und schwenkt über das Saphirglas. Ein spezieller Federmechanismus mit keramischen Positionierungskugeln sorgt dafür, dass Stößel und Wippe wieder dauerhaft präzise in die Ausgangsstellung zurückkehren. Analog zum Motor ist der Mechanismus hermetisch abgedichtet. Dadurch kann der bis 10 bar druckfeste Chronograph unter Wasser die Zeit messen, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Vier Jahre Entwicklungszeit stecken in dem Projekt. Gerhard J. Novak, General Manager von Porsche Design, erklärt: „Uns ging es darum, den Status quo zu hinterfragen und Dinge besser zu machen mit dem Ziel, dem Kunden dauerhaft bessere Performance zu bieten.“

Wie bei Porsche Design üblich, sind die Modell-Varianten der „Monobloc Actuator GMT-Chronotimer“ mit einem allergiefreundlichen, leichten und widerstandsfähigen Titangehäuse ausgestattet. Es hat einen Durchmesser von 45,5 Millimetern und trägt ein schwarzes Zifferblatt mit Sonnenschliff. Der Käufer hat die Wahl zwischen einem sportlichem Kautschuk- oder einem Volltitanband mit Faltschließe und integrierter Feinverstellung. Eine Variante mit blauem Zifferblatt, elegantem Sonnenschliff und Titanband vervollständigt die Linie, die ab Mai 2017 im Handel ist.

Text Sabine Zwettler

www.porsche-design.com

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