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Schmuck

Städte der Inspiration

Swarovski

Für die Herbst-/Winter-Kollektion „Urban Fantasy“ ließ sich der österreichische Kristallglas-Spezialist Swarovski vom Glanz von Paris und dem Glamour von Los Angeles inspirieren. Ein Gespräch mit Kreativ-Direktorin Nathalie Colin über die Verbindung zwischen Orten und Schmuckdesign.

GZ: Städte sind häufig Quellen der Inspiration für Ihre Swarovski-Kreationen. Welche Metropolen hatten Sie im Kopf, als die „Urban Fantasy“-Kollektion entstand?

Nathalie Colin: Das Thema Reisen war immer schon sehr präsent in meinen Entwürfen. Diesmal wollte ich zwei meiner Lieblingsstädte ins Spiel bringen. Paris, wo ich lebe, und Los Angeles, die Stadt in der ich häufig zu Gast bin.

Was fasziniert Sie an diesen beiden Orten ganz besonders?

Da ich die meiste Zeit in der französischen Hauptstadt verbringe, bin ich definitiv, wenn auch unbewusst, stark von ihrer Geschichte, Kunstszene und Architektur beeinflusst. Tagsüber, abends, nachts – die Stadt lebt und atmet rund um die Uhr. Sie verströmt eine kreative Energie, die ich in das Schmuckdesign einfließen ließ. Gerade auch die Geradlinigkeit der Gebäude spiegelt sich in den geometrischen Linien der Schmuckstücke wider. Dazu kommt die Frische und Moderne von Paris, gepaart mit ihrer charakteristischen Romantik und Weiblichkeit. All das wird bei genauerer Betrachtung sichtbar.

Apropos Moderne, die Kreationen zeigen bisweilen deutliche Anlehnungen an die Digital-Kultur ... 

Das ist richtig. Urbanes Gaming und virtuelle Kommunikation stehen für eine neue Form der Unterhaltung, die mich zu hellen Neonfarben, Pixelmustern und der Verwendung von Emojis veranlasst haben. Zu sehen ist das unter anderem in der Neuinterpretation des begehrten „Slake“-Armbands.

Und wo zeigt sich das Flair Kaliforniens?

Der von Los Angeles inspirierte Teil ist sehr sommerlich. Der entspannte Glamour Kaliforniens, den ich mit Musikfestivals und einer bunten Kunstszene verbinde, drückt sich in fließenden Linien, lang gestreckten Formen, Palmenmotiven und den Farben von Sonnenuntergängen aus.       

Besonders verspielt und detailverliebt sind die Modelle, die Sie unter der „Remix“-Linie versammelt haben. Was ist der Design-Hintergrund dazu?

Diese Modelle müssen gesondert betrachtet werden. Sie zeigen meinen Willen, Frauen neue Möglichkeiten zu geben, sich auszudrücken, auch in der Wahl der passenden Schmuckstücke. Das Konzept ist, dass wir für jede Jahreszeit neue Motive entwickeln, die gesammelt und personalisiert werden können. Der unsichtbar integrierte Magnetverschluss bietet unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Die Schmuckketten können als Halsketten, Choker, Armbänder oder als Fußkettchen getragen werden. Die „Remix“-Linie ist ein Beispiel für meine Vision von Schmuck, der immer verspielt, kühn und vielseitig sein sollte.

Text Marion Genetti
Fotos: Gian Marco Castelberg (1)

www.swarovski.com

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