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Schmuck

Bild oben: Ideal für Trau- und Verlobungsringe: Reiner, weißer und beständiger präsentiert sich das neue „PlatinGold“ von C. Hafner

Platin

Special: Der neue Platin-Standard

C. Hafner gilt als ein Innovator im Edelmetallsektor. Der jüngste Coup der Scheideanstalt ist die neue Legierung „PlatinGold“, die das Beste beider Welten zu einem Edelmetall besonderer Güte verbindet.


Wir wollen Platin einen neuen Impuls im Markt geben“, sagt Firmenlenkerin Birgitta Hafner selbstbewusst und fügt an: „Unser neues ,PlatinGold‘ setzt Maßstäbe – ,PlatinGold‘ soll der neue Platin-Standard werden.“ Tatsächlich wurde mit „PlatinGold“ ein Material geschaffen, das durch seine besonderen Eigenschaften traditionelle Platinlegierungen ersetzen kann. „Nachteile wurden beseitigt, die Vorteile von Gold und Platin in einer Legierung vereinigt“, bestätigt Thomas Laag, Leiter der Entwicklung bei C. Hafner. „Hervorzuheben sind die ausgewogene Materialfestigkeit, der edle Charakter, der besondere Glanz und die besseren Verarbeitungseigenschaften wie mehr Freiheiten beim Schmuckguss oder verbesserte Spanbarkeit. Langfristig ist es deshalb unser Ziel, damit einen neuen Standard am Markt zu etablieren.“

„PlatinGold“ ist universell einsetzbar, sowohl als Gussplättchen für den Schmuckguss als auch als Halbfabrikat in Form von Rohren, Blechen, Drähten oder Stanzteilen. Thomas Laag: „Für die Halbfabrikate sichern wir die Qualität der Produkte und haben inzwischen umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Für den Schmuckguss investieren wir derzeit viel in die Überwachung der Gussqualität, um gemeinsam mit den Gießereien Qualität zu sichern und Prozesse gegebenenfalls zu optimieren.“.

Mit den hervorragenden Materialeigenschaften und der exzellenten Verarbeitbarkeit, superweißer Farbe sowie einem Edelmetallanteil von 97,3 Prozent ist „PlatinGold“ allen bisherigen Platin-Legierungen ganz sicher überlegen.

Hoher Eedelmetallanteil

Das Geheimnis der herausragenden Eigenschaften von „PlatinGold“ ist sein hoher Edelmetallanteil von 973 ‰. Er liegt deutlich höher als bei 950 ‰ und steigert so potenziell den edlen Charakter von Platin. Zudem sind keine allergieauslösenden Legierungselemente enthalten wie etwa Kobalt, welches zum Teil in den üblichen Gusslegierungen eingesetzt wird. Selbstverständlich werden keine anderen kritischen Legierungselemente verwendet. „PlatinGold“ steht für exzellente Biokompatibilität.

Das neue Firmengebäude in Wimsheim bei Pforzheim bietet Raum für Innovationen

Hervorragende Eigenschaften

Festigkeit und Härte von „PlatinGold“ liegen signifikant höher als bei den meisten bekannten Platinlegierungen. Dennoch ist die Verformbarkeit außergewöhnlich gut. Selbst nach starker Verformung ist noch eine beachtliche Restverformung möglich. Auch zeigt das Material keinen nachteiligen Aushärteeffekt bei thermischer Behandlung. Diese besondere Charakteristik prädestiniert die Legierung für einen universellen Einsatz. Feingliedrige Konstruktionen und filigrane Fassungen weisen mit „PlatinGold“ eine hohe Steifigkeit auf und zeigen keinerlei sprödes Verhalten. Der dauerhafte und sichere Sitz von Edelsteinen in der Fassung ist dadurch garantiert. Auch den hohen Anforderungen der Schmuck- und Uhrenindustrie an Kratz- und Verschleißbeständigkeit wird „PlatinGold“ optimal gerecht.

Exzellente Verarbeitbarkeit

Mit „PlatinGold“ ist es gelungen, selbst im Gusszustand eine feinkörnige Gefügestruktur zu erreichen. Sehr reaktive Elemente wie Wolfram oder Gallium wurden vermieden. Dadurch wird eine optimale Politur und ein unkritisches Verhalten beim Löten oder Schweißen sichergestellt. Das niedrige Schmelzintervall verbessert zudem die Gießperformance. Das optimierte Gefüge und die gute Verformbarkeit machen die Verarbeitung sicher – sie lassen viele Freiheitsgrade für den Fertigungsprozess.

Sowohl die Bearbeitung von Hand mit klassischen Goldschmiedetechniken als auch die spanabhebende Bearbeitung durch Dreh- oder Fräsmaschinen ist signifikant leichter. „PlatinGold“ steht für deutlich effizientere Verarbeitungsprozesse.

Blick in das neue, hochmoderne Werk von C. Hafner

Eine besonders weisse Farbe

Eine besonders weiße Farbe zeichnet die neue Legierung aus. Der Yellowness-Index von „PlatinGold“ ist vergleichbar mit deutlich weicheren Legierungen wie zum Beispiel Platin- Kobalt, Platin-Ruthenium oder Platin- Kupfer. „PlatinGold“ weist also keine Einschränkungen bei der Helligkeit der Legierung auf, wie sie bei Platinlegierungen mit Kupfer und Gallium bestehen. Der hochweiße Farbton ist von besonderer Schönheit und unterstützt die Brillanz von weißen Edelsteinen auf einzigartige Weise.

Grosses Interesse der Industrie

Die Schmuck- und Uhrenindustrie beschäftigt sich bereits intensiv mit „PlatinGold“. Von einigen internationalen Luxusgüterkonzernen wird „PlatinGold“ schon verwendet. Die Pforzheimer Trauringschmiede egf möchte künftig „PlatinGold“ bei ihren Marken acredo und eduard g. fidel im High-End-Bereich vermarkten.

„PlatinGold“ hat das Potenzial, Platin als Edelmetall der Superlative neuen Auftrieb zu geben.

„,Platingold‘ weist  sehr gute Gusseigenschaften auf“

Torsten Kauselmann, Geschäftsführer der Schmuckgießerei Bernhard Kauselmann aus Pforzheim, schwärmt von den Eigenschaften der neuen Legierung.

GZ: Wie kamen es dazu, dass Sie die neue Legierung „PlatinGold“ von C. Hafner als erstes Unternehmen testen durften?
Torsten Kauselmann: Wir sind seit über 20 Jahren Spezialist für den Schmuckguss von Platin. Als einzige Gießerei haben wir nahezu täglich Platin im Programm. Ein Großteil des aus gegossenem Platin in Deutschland hergestellten Schmucks wurde aus von Kauselmann gefertigten Rohteilen produziert. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Entwicklung der neuen Legierung von C. Hafner von Anfang an begleiten durften. Wir haben große, aufwendig zu gießende Schmuckstücke für C. Hafner in „PlatinGold“ produziert, um das Material zu testen und zu optimieren. C.Hafner hat die wissenschaftliche Auswertung begleitet. Und es gab zudem Anwendertests in der Praxis durch Goldschmiede.

Welche Eigenschaften beim Guss mit „PlatinGold“ haben Sie besonders überzeugt?
„PlatinGold“ lässt sich sehr gut gießen. Das ist bei Neuentwicklungen nicht immer sofort der Fall. Das Material bringt aufgrund seiner höheren Festigkeit vor allem Vorteile für Anwender im Trauring- und Solitärbereich, da es auch nach langem Tragen nicht so viele Gebrauchsspuren aufweist. „PlatinGold lässt sich insgesamt genauso gut gießen wie 950 Platin.

Gibt es einen hervorstechenden Unterschied zu anderen Platinlegierungen?
„PlatinGold“ ist die erste kobaltfreie Legierung, die nicht so raue Oberflächen beim Guss aufweist. Bei Alternativen ohne Kobalt war die raue Oberfläche bislang immer das Handicap. Kobalt gilt ja als allergieauslösend und ist zudem magnetisch. „PlatinGold“ ist also eine sehr gute Alternative zum herkömmlichen Platin mit Kobalt.

„Das ist das Beste, was momentan am Markt ist“

EGF-Geschäftsführer Hans-Peter Barth über Trauringe in der neuen Legierung „PlatinGold“.

GZ: Was hat Sie an „PlatinGold“ überzeugt?
Hans-Peter Barth: Die Vickershärte. Trauringe werden ja ständig getragen und müssen allerhand aushalten – ein Eheleben lang. Daher ist uns dieser Wert als Qualitätsmerkmal besonders wichtig. Die Vickershärte bei Trauringen in Kombination mit unseren Fertigungsverfahren ist bei „PlatinGold“ deutlich höher: Bei Gussringen liegt die Vickershärte bei 170 statt der üblichen 140 bei herkömmlichem Platin 950 – das ist schon ein gewaltiger Sprung. Bei mehrfarbigen Ringen liegt der Wert sogar bei 240. Das ist beim Guss von Trauringen das Beste, was momentan am Markt ist.

Konnten Sie bereits erste Erfahrungen bei der Verarbeitung sammeln?
Ja, wir verarbeiten „PlatinGold“ seit Mitte November bei Acredo und Eduard G. Fidel und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Es weist sehr gute Eigenschaften auf, ist hart und zäh, gut verformbar und nicht zu spröde. Eigentlich ist es genauso wie Platin 950 zu bearbeiten. Auch Diamanten lassen sich mit „PlatinGold“ prima fassen. Nur die spannenden Werkzeuge verschleißen wegen der höheren Härte schneller.

Wann wollen Sie „PlatinGold“ am Markt einführen?
Wir befinden uns in der Startphase. Im ersten Schritt möchten wir unsere Partnerjuweliere dafür begeistern. Wenn der Handel von dem Produkt überzeugt ist, werden wir in der zweiten Stufe mit Werbekampagnen den Endverbrauchern das Thema „PlatinGold“ näherbringen und so die Nachfrage pushen.

Wo wird „PlatinGold“ preislich angesiedelt sein?
Im Einkauf liegen Ringe in der neuen Legierung je Ring circa 30 bis 60 Euro über denen in Platin 950. Im Verkauf werden die Ringe dann circa fünf bis acht Prozent mehr kosten.

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