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Schmuck

Echtes Handwerk zählt wieder

Heinz Mayer

Die Firma Heinz Mayer gilt als der Rolls-Royce unter den Schmuckherstellern. Warum der Vergleich gar nicht so weit hergeholt ist, erläutert Firmenlenker Stefan Mayer im GZ-Interview.

GZ: Wie würden Sie die Schmuckaussage Ihrer Firma auf den Punkt bringen?

Stefan Mayer: Unser Schmuck besteht alle Herausforderungen unserer Zeit. Er vereint die handwerkliche Fertigung mit den besten Edelsteinen. Er ist Natur pur. Ganz sicher ist er auch Ausdruck der engen Verzahnung der Edelsteinkompetenz unseres Standorts Idar-Oberstein mit dem Können unserer Meistergoldschmiede und modernster Technik. Die Designs greifen sowohl klassische wie auch moderne Themen auf.

Sie sind im Luxussegment angesiedelt. Welche Rolle spielt da in einer globalisierten Welt „Made in Germany“ oder gar „Made in Idar-Oberstein“?

Die Herkunft „Made in Germany“ beziehungsweise „Made in Idar-Oberstein“ gewinnt immer mehr an Bedeutung. Denn echte Manufakturarbeit von Hand ist genauso limitiert wie die verwendeten Edelsteine. Es gibt ja nur noch wenige Meister ihres Fachs, die diese handwerkliche Exzellenz, die wir pflegen, beherrschen. Handarbeit ist gerade in unserer schnelllebigen Zeit gefragt, ist sie doch langlebig und damit nachhaltig. Allerdings geht es darum, nicht nur die historische Handwerkskunst zu bewahren, sondern auch zu modernisieren. Laser, CAD/CAM, 3-D-Techniken, all dies führt unser Goldschmiedehandwerk in die Zukunft. Nehmen sie das Beispiel Rolls- Royce: Nur durch den Zugang zur Spitzentechnologie der Mutter BMW beim Autobau kann die Firma mit Luxuslimousinen mit einem hohen Anteil an traditioneller Handarbeit weiterhin am Markt reüssieren.

Gibt es, nachdem die Schweizer Uhrenfirmen aufgrund der Marktsituation günstigere Modelle auflegen, auch bei Ihnen die Überlegung, jüngere Zielgruppen in anderen Preisbereichen anzusprechen?

Wir haben dieses Segment im preiswürdigen Bereich nie vernachlässigt. Wir haben immer schon Produkte angeboten, die auch jüngere Zielgruppen ansprechen. Ein Beispiel ist unsere „Rheingold“-Kollektion, eine hundertprozentig nachhaltige Schmucklinie, die seit dem Jahr 2013 sehr erfolgreich ist. 

Was erwarten Sie von der diesjährigen Baselworld?

Im Großen und Ganzen erwarten wir ein positives Klima, auch wenn es Fragezeichen gibt, wie es auf den wichtigsten Absatzmärkten in Fernost und den USA weitergeht. Der höherwertige Farbsteinschmuck wird ein heißes Thema sein, denn das Rohmaterial wird immer rarer. Die anhaltende Flucht in die Sachwerte bildet für unsere Branche allerdings gute Voraussetzungen für ein Gelingen der Messe.

www.heinzmayer.de

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