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Bewährte Qualität, neu strukturiert

Gemworld Munich

Die Gemworld Munich präsentierte sich in diesem Jahr mit geänderter Hallenstruktur. Der Kauflaune der Besucher tat dies keinen Abbruch. Sie strömten in Scharen auf das Münchener Messegelände – und fanden dort neben einem hochkarätigen Sortiment und namhaften Neuausstellern auch einen imposanten Kirchenschatz vor.

Wer die Schätze der Natur liebt, für den ist ein Besuch der Munich Show – Mineralientage München Pflicht. Und wer die kostbarsten Schätze der Natur sucht, wird in den Hallen der Gemworld fündig. Auch in diesem Jahr bot die Messe vom 27. bis 29. Oktober als eine von vier „Welten“ der Munich Show Juwelieren und Fachhändlern die perfekte Plattform, um ihr Sortiment rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft zu ergänzen.

40 900 Besucher strömten auf das Münchener Messegelände, davon rund 6340 registrierte Fachbesucher – ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. „Wir haben viel positives Feedback bekommen“, sagt Christoph Keilmann, Geschäftsführer der Munich Show. „Insbesondere in der Halle B5, wo die größten Umstrukturierungen vorgenommen wurden, waren die Aussteller sehr zufrieden.“ Aufgrund von Baumaßnahmen der Messe München ergaben sich in diesem Jahr Veränderungen bei den Standplatzierungen. Einige der Aussteller, die 2016 in Halle B6 vertreten waren, mussten auf Halle B5 ausweichen. Dort war jetzt beispielsweise die Firma ILR Collection anzutreffen, die im vergangenen Jahr im neu geschaffenen separaten Fachbesucherbereich Gemworld Professional ihren Stand hatte. „Im letzten Jahr war es für uns schwierig, aber diesmal sind wir mit dem Verlauf sehr zufrieden“, berichtet Vertriebs-und Marketingleiterin Ines Sharma. „Vom Umsatz her lagen wir auf dem gleichen Niveau wie 2015.“ Die Gemworld sei außer der Inhorgenta Munich die wichtigste Messe für das Unternehmen, berichtet Sharma.

Auch zahlreiche weitere namhafte Firmen zählen zu den Stammausstellern. Im Edelsteinbereich beispielsweise unterstreichen Namen wie Wild & Petsch, Paul Wild oder Hermann Grimm die Bedeutung der Messe. Der Fertigschmuckbereich wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert und umfasst mittlerweile ungefähr 150 der insgesamt mehr als 350 Aussteller. „Künftig möchten wir die Schmuckhersteller noch stärker ansprechen“, erklärt Keilmann. „Hier sind wir bereits auf einem guten Weg.“

Das Sortiment umfasste kostbare Edel­steine sowie exklusive Kreationen(l.). Ein Highlight der Sonderschauen: der Kurschatz von Trier (r.).

Aussteller freuen sich über neue Kontakte

International erfolgreiche Schmuckmarken wie Eva Stone sind der Gemworld schon seit Jahren treu. „Für uns verlief die Messe sehr gut“, sagt Rafael Szyszko, der Eva Stone 2008 mit seiner Frau Ewa Szyszko in Danzig gründete. Vor allem gefragt in diesem Jahr sind Schmuckstücke mit Rohdiamanten und Opalen sowie Kreationen in hellen Farbtönen. „Wir hatten 15 Prozent mehr Kunden als im letzten Jahr – darunter erfreulicherweise mehr Geschäfts- als Privatkunden“, so Szyszko. Der renommierte Schmuckdesigner hat im allgemeinen Teil der Messe seinen Stand, nicht in der Gemworld Professional, die ausschließlich Besuchern mit spezieller Eintrittskarte und nachgewiesener Branchenzugehörigkeit vorbehalten ist. Denn nach wie vor gilt: Die gesamte Gemworld ist eine Fachmesse, auch wenn sie im Anschluss an den am Freitag stattfindenden Fachbesuchertag am Samstag und Sonntag auch Privatbesuchern offensteht.

Abhängig von der eigenen Zielgruppe stößt diese Tatsache bei den Ausstellern auf ein geteiltes Echo. Der Perlenschmuckanbieter Hesse, der in diesem Jahr neben Firmen wie Radiant Diamonds aus Antwerpen zu den namhaften Neuausstellern auf der Gemworld gehörte, präsentierte seine Kreationen im Professional-Bereich. „Alles in allem ziehen wir eine positive Bilanz, wir haben einige interessante neue Kontakte gemacht und werden auch im nächsten Jahr auf der Gemworld professionell ausstellen“, berichtet Carola Jasper von
der Geschäftsleitung. Ihre Bedenken, dass der Besucherandrang auf der Publikumsmesse die Fachbesucher möglicherweise davon abhält, die Messe am Samstag und Sonntag zu besuchen, haben die Veranstalter registriert. Sie setzen hier auf die zukünftige Entwickung des Events, zumal andere Aussteller bereits von dem direkten Kontakt zu den Endkunden profitieren. Die Firma Ferdinand Eisele etwa verkauft ihre Etiketten nicht nur an Profis, sondern auch an semiprofessionelle Schmuckhersteller, und zeigte sich sehr zufrieden: „Die Gemworld hat unsere Erwartungen vom Vorjahr mehr als erfüllt“, sagt Marketingleiterin Susanne Schickel. „Wir werden 2018 sicher wieder mit dabei sein.“

Apropos: Sicher wird sich der Besuch auch im kommenden Jahr wieder lohnen. Aufgrund der Einbettung in die Mineralientage überzeugt die Gemworld alljährlich nicht nur durch ihr hochkarätiges und vielfältiges Sortiment, sondern auch durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. So übten die diesjährigen Sonderausstellungen, in denen unter anderem der beeindruckende Kurschatz von Trier gezeigt wurde, eine besondere Faszination aus. Außerdem begeisterten die Designstars von morgen. Ob im „New Design Forum“ oder beim Wettbewerb „Young Designer’s Corner“: Die Absolventen deutscher und internationaler Schmuckdesign-Akademien lieferten Inspirationen. Und vielleicht wird mancher von ihnen in ein paar Jahren Seite an Seite mit den Branchengrößen seine funkelnden Neuheiten präsentieren – auf diesem Highlight in der herbstlichen Messelandschaft.


Text: Swantje Friedrich

munichshow.com/gemworld

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