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Foto: Herbert Piel

Ausnahmesteine wie dieser herrliche Smaragd von Karl Faller prägen das Angebot der Intergem

Neue Impulse für die Intergem

INTERGEM

Mit Unterstützung eines Unternehmensberaters wollen die Verantwortlichen der Intergem das Branchenevent einer
Neuausrichtung unterziehen. Am 27. April fiel dazu der Startschuss. Als erste Maßnahme wurde ein Lenkungsausschuss gebildet.


Ab und zu muss man sich neu erfinden, um die Begeisterung für eine Sache wieder zu entfachen. So geht es auch der Intergem, dem einzigartigen Schaufenster der Edelstein- und Schmuckbranche Idar-Obersteins. „Der Umzug in die neue Messehalle war der letzte große Schub, der uns steigende Aussteller- und Besucherzahlen gebracht hat“, resümiert Messe-geschäftsführer Kai-Uwe Hille. „Seitdem aber gehen die Teilnehmerzahlen peu à peu wieder zurück, die Relevanz der Veranstaltung sinkt. Wir spüren zudem eine nachlassende Dynamik aller Beteiligten. Vor diesen Problemen stehen auch andere Messegesellschaften.“

Um wieder für frischen Wind und neue Ideen auf dem wichtigsten Herbsttermin der Edelsteinbranche zu sorgen, hat die Messe-leitung gemeinsam mit dem Vorstand be-schlos-sen, die Intergem mithilfe eines versierten Unternehmensberaters weiterzuentwickeln. Die Maßnahme wird mit Landesmitteln finanziell gefördert. Für das Coaching konnte Oliver Schmitt von der Unternehmensberatung Agendum gewonnen werden. Er gilt als einer der führenden Messeexperten und hat mit seiner Agentur bereits zahlreichen Veranstaltungen zu neuem Glanz verholfen.

Markenkern definieren

„Wir müssen den einzigartigen Mythos Idar-Obersteins für die Edelsteinbranche nutzen, um die Messe wieder zu der ihr zustehenden Bedeutung national und international zurückzuführen“, ist Oliver Schmitt überzeugt. „Denn solch eine Konzentration an Know-how, Institutionen und Marktführern gibt es kein zweites Mal auf der Welt.“ Am 27. April fand in der Messe Idar-Oberstein daher eine Kick-off-Veranstaltung statt. Oliver Schmitt erläuterte Branchenvertretern seine Vorgehensweise und installierte den Lenkungsausschuss. Dieser wird in zwei Workshops den Markenkern der Intergem definieren, eine Vision für 2022 entwickeln und Strategien sowie Maßnahmen zur Umsetzung festlegen. Schmitt wird den Prozess als Coach leiten, denn die angestrebten Veränderungen sollen aus der Branche selbst kommen. „Ich bin zuversichtlich, dass das -Feuer wieder zu entfachen ist, denn ich sehe eine überragende Bedeutung der Messe für die Kunden wie auch die ortsansässige Industrie“, sagt der Berater. „Dieser Genius, dieses einzigartige Leistungsvermögen, existiert nur hier. Solch eine Sonderstellung findet man in anderen Branchen nur selten.“

Bis zur bevorstehenden Intergem 2016 -Anfang Oktober sollen die Vision sowie die Strategien stehen sowie erste Maßnahmen zur Umsetzung der Neuausrichtung begonnen haben. Kai-Uwe Hille: „Ich bin sicher, dass auf der diesjährigen Messe bereits erste Resultate des Veränderungsprozesses ihre Wirkung zeigen werden.“ 

Text: 
Axel Henselder

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