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Rosenblat

Rosenblat

Feine Manufakturen Teil 6
04.06.2010 - Als wollten sie sich auf den Weg zu ihrer Trägerin machen: Feueropal, Rosenquarz, Mandaringranat, Hämatit und Phrenit in Käfer-Gestalt

Der Stein, so Colleen B. Rosenblats respektvolle Haltung, war lange vor uns da und wird auch nach uns weiter bestehen. Betritt man ihr Atelier, eine stilvoll renovierte Remise im Hamburger Villenviertel Harvestehude, kann man etwas von dieser Dimension spüren. Schmuck und Räumlichkeiten weisen hier Parallelen auf: zuerst der Stein, dann der Entwurf. Zuerst der Schmuck, dann der Showroom. Entstanden ist dieser in Kooperation mit dem mehrfach ausgezeichneten Architekten Michael Gabellini. Klare Linien, viel Tageslicht und aussergewöhnliche Holzobjekte, die die Eigenheiten des Natur-Werkstoffs wirkungsvoll einbeziehen, sind prägend. Auch das eine Parallele, denn Colleen B. Rosenblat fördert mit klarem Design bewusst die Eigenarten von Farbsteinen: „Unregelmässigkeiten und kleine Adern gehören zum Charakter eines Steins, sie prägen sein Gesicht wie das eines Menschen.“


Blick in den Showroom: „Das stilisierte Rosenblatt ist nicht nur unser Logo. Wir verwenden es auch als filigranes Schmuckmotiv, beispielsweise für Gürtel und Anhänger.“ Claudia Feldkamp, Verkaufsleitung

Rosenblats Gesamtkonzept könnte mit der abgerundeten Komposition eines edlen Parfüms verglichen werden: feinherbe Holznoten, ein warmer Akzent, ein Hauch von Blütenduft. Übertragbar auf die Atmosphäre, und auf jedes der Unikat-Schmuckstücke, die seit 16 Jahren mit einem kleinen, geschulten Team ausnahmslos selbst entworfen und produziert werden. Auf die Harmonie von Farbkombinationen legt man hier Wert. Ausschliesslich Gelb,- Weiss- oder Rotgold von mindestens 18 Karat bildet den Rahmen für durchweg hochkarätige Farbsteine. „Wir verwenden auch Gelbgold 917, das einen intensiveren Ton besitzt und sich mit den meisten Farbsteinen harmonisch verbindet“, erklärt Werkstattleiter Gerd Hermann.

Anspruchsvoller Firmensitz: die alte Remise in Hamburg-Harvestehude
Anspruchsvoller Firmensitz: die alte Remise in Hamburg-Harvestehude

Weissgold-Schmuckstücke rhodiniert man bei Rosenblat nur selten, um die Farbsteine keinem zu grossen Kontrast auszusetzen. „Der weiche, etwas wärmere Ton schmeichelt den Steinen viel besser“, so Hermann. Schmuck solle aus ihrer Sicht wertbeständiger Wegbegleiter mit einer persönlichen Bedeutung für die Trägerin sein. So wie Rosenblats „Glückskäfer“-Kollektion – Skarabäen, denen im antiken Ägypten göttliche Verehrung zuteil wurde und die sich bei Rosenblat als Ring oder Anhänger grosser Beliebtheit erfreuen.


Fertigung eines beweglichen Skarabäus-Rings


1. Eine Handzeichnung dient hauptsächlich als Grundlage für neue Entwürfe. Dabei lässt sie bewusst Spielraum für Verfeinerungen und leichte Abänderungen

2. Die für Rosenblat typische Legierung mit 917 Gold-Anteilen hat hohe Ansprüche zu erfüllen und wird daher teilweise selbst gegossen

3. Mehrfaches Walzen zur Verdichtung des Edelmetalls, das danach per Zieheisen die gewünschte Rund- oder Vierkantform erhält

4. Goldschmiedin Anna Auras formt eine Weissgoldfassung mit inwendiger Steinauflage. Diese wird akribisch auf den zuvor manuell gravierten Edelstein-Käfer angepasst

5. Jedes Detail wie diese Öse fertigt man hier sorgfältig von Hand

6. Verlöten von Öse und Stift, der späteren Achse für die Beweglichkeit des Rings

7. Genaues Einpassen in die mit Bohrlöchern versehene Fassung

8. Tragekomfort und Spielerei: Die Fassung wurde nur innen per Lötpunkt fixiert und bleibt so drehbar

9. Einfassen eines pinkfarbenen Saphirs per Zargenfassung, die in die Ringschiene integriert ist


9. Einfassen eines pinkfarbenen Saphirs per Zargenfassung, die in die Ringschiene integriert ist

10. Vorsichtig passt man den gravierten Skarabäus, hier ein Aquamarin, in die Fassung ein, …

11. … um das Material auf der Rückseite mit einem vibrierenden Hämmerchen an den Farbstein anzutreiben



Colleen B. Rosenblat schuf ein Gesamtkonzept aus Atelier, Showroom und ihrem Schmuck.

www.rosenblat.de
von Saraj Morath

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