Das Magazin für Schmuck und Uhren

Ausbildung

Peter Behrens School of Arts
Im Jahr 2005 nahm der Fachbereich Architektur der FH Düsseldorf den Namen Peter Behrens School of Architecture an und ehrte damit den Maler, Architekten, Gestalter und Direktor der ehemaligen Düsseldorfer Kunstgewerbeschule Peter Behrens (1868–1940). Seit 2015 werden die eng miteinander verknüpften Fachbereiche Architektur und Design unter dem Namen
Peter Behrens School of Arts (PBSA) geführt und die rund 1600 Studierende in vier Bachelor- und drei Master-Studiengängen ausbildet. www.pbsa.hs-duesseldorf.de

Die hat was in petto

Schulen im Porträt

Die Hochschule Düsseldorf  setzt erfolgreich auf ein breit angelegtes Studium


Düsseldorf – Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und internationaler Standort für moderne Kunst, Kultur, Mode, gelegen in unmittelbarer Nähe zu weiteren Metro-polen wie Essen, Köln, Duisburg oder Bochum: Rheinischer Frohsinn, ein hohes Maß an Weltoffenheit und der Sinn für Schönes ist dieser Stadt am Rhein sozusagen „angeboren“ – eine Mentalität, die sich auch in der Hochschule widerspiegelt: „Eine große Offenheit gegenüber Ausrichtungen von Kunst und Design prägt die Studiengänge -,Applied Art and Design‘ der Fachhochschule Düsseldorf“, heißt es auf deren Internetseite. Kein Wunder also, dass sich auch die Namensgebung des Studiengangs, der im Wintersemester 2007/2008 den bisherigen Diplomstudiengang Produktdesign ablöste, konsequent an dieser Offenheit orientiert. „Die Studiengangsbezeichnung ,Applied Art and Design‘ verzichtet bewusst auf die Nennung einer Gattung wie Schmuck, da im Laufe der Jahre eine deutliche Erwei-terung des klassischen Ausbildungsbereichs ,Schmuck‘ stattgefunden hat“, erläutert Elisabeth Holder, Professorin für Schmuckdesign in Düsseldorf.


Die ganze Breite der Branche

Was sich so bereits im Namen andeutet, wird auch in den Inhalten der Düsseldorfer Ausbildung deutlich. Vielfältige Lehrinhalte aus den Bereichen Objekt, Schmuck und -Produkt charakterisieren den Studiengang, der zum Bachelor- und Master-Abschluss führt. Handwerk und moderne Technologien sowie künstlerische und gestalterische Aspek-te bestimmen gleichermaßen das Curriculum; von der Unikat-Entwicklung bis zur industriellen Serienfertigung wird alles abgedeckt. Dabei basiert das Düsseldorfer Schmuckdesign-Studium auf fünf thematischen Schwerpunkten: Schmuck und kontextuelle Kunst, Gestaltung für die Serienfertigung, analoge und digitale Gestaltungs-prozesse, performatives Protoytyping (siehe Bericht in der GZ 1/2016) sowie Produktkonzepte für Unikate und Serien. Voll ausgestattete Werkstätten für Gold- und Silberschmiede sowie für die allgemeine Metallverarbeitung stehen für die praktische Ausbildung ebenso zur Verfügung wie der Zugang zu Modellbauwerkstätten in den Fachbereichen Design und Architektur. Darüber hinaus gehören auch die Einweisung in Scanverfahren, 3-D-Druck oder CAD zum Stundenplan.

Erfolgreiche Wege in die Professionalität

Und was wird aus den Düsseldorfer Designstudierenden nach ihrem Abschluss? Weil sich inzwischen rund 60 Prozent als Freiberufler etablierten, seien Fragen rund um Vermittlung und Vermarktung ein wichtiger Gegenstand der Lehre, so die Schulverantwortlichen. „Dieses Thema wird auf vielen Ebenen gefördert“, erklärt Elisabeth Holder. Neben der Kooperation mit Unternehmen bietet der Verein „inpetto“ den Studierenden Gelegenheit zum Austesten -ihrer Marktreife (siehe Kasten). Etliche Messepräsen-tatio-nen ermöglichen den Studierenden wichtige Einblicke in die professionelle Praxis. Dass die Strategie des breit angelegten Studiums aufgeht, zeigt der Blick auf die vielen Auszeichnungen für Düsseldorfer Studierende und auf die Absolventen, die entweder bei namhaften Herstellern oder als Selbstständige erfolgreich tätig sind. Zu den Letzteren gehören etwa Georg Plum, Geschäftsführer bei M&M, Claudia Hoppe, selbstständig in Düsseldorf, oder das Designer-Duo Andreas Lehmann &  Claudia Schmedding, das interdiszi-plinär tätig ist. Ganz aktuell: Die Studierende Sally Kiss wurde in diesem Jahr mit dem „red dot: Best of the best“- Designpreis ausgezeichnet. 

Text: Prisca DeGroat

Inpetto e. V.

Inpetto startete als Studienprojekt des damaligen Schmuck- und Produktdesignbereichs der FH Düsseldorf und ist seit 2002 eine wichtige Schnittstelle zwischen den Nachwuchsgestaltern und dem Markt. Durchdachte Entwürfe von Studierenden oder Absolventen finden hier ihre Umsetzung in Kollektionen, für die inpetto Strategien zur Vermarktung entwickelt. Die jungen Designer können davon ebenso profitieren wie etablierte Hersteller, die auf der Suche sind nach innovativen und unverbrauchten Ideen.

www.inpetto-design.de

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Hochschule Düsseldorf Peter Behrens School of Arts

Fachbereiche Architektur und Design

1. Zahl der Studierenden

Bachelorstudiengang Applied Art and Design: ca. 40 bis 45 Studierende
Masterstudiengang Applied Art and Design: ca. 20 Studierende

2. Zahl der Dozenten

2 ProfessorInnen und 1 Fachlehrer
Wesentliche Teile des Grundlagenstudiums (Basismodule) und Teile des Hauptstudiums (Kernmodule) werden studiengangsübergreifend angeboten

3. Zulassungsvoraussetzungen

Bachelor of Arts Applied Art and Design: Nachweis der studiengangsbezogenen künstlerisch-gestalterischen Eignung

Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil); der Zugang mit beruflicher Qualifikation ist ebenfalls möglich.

Nachweis einer mindestens zweijährigen fachpraktischen Tätigkeit in den Berufsfeldern GoldschmiedIn, SilberschmiedIn oder in verwandten metallverarbeitenden sowie anderen handwerklich-gestalterischen Berufsfeldern (Nachweis bis spätestens 30. September des Jahres)

Master of Arts Applied Art and Design: Nachweis der studiengangsbezogenen künstlerisch-gestalterischen Eignung

Bachelor- oder Diplomabschluss in den gestalterischen Feldern von Schmuck, Objekt, Mode, Accessoires, Produkt und Gegenständen der Alltagskultur sowie in artverwandten Bereichen der Kunst und des Designs mit Bezug zum menschlichen Umfeld

4. Bewerbungsfristen

Bachelor: Anmeldung zur Teilnahme am Eignungsfeststellungsverfahren: 1. Februar
Bewerbung um einen Studienplatz: 15. Juli Studienbeginn zum Wintersemester
Master: Anmeldung zur Teilnahme am Eignungsfeststellungsverfahren: 1. Mai und 1. Oktober Bewerbung um einen Studienplatz: 15. Juli Studienbeginn zum Wintersemester 

5. Abschlüsse

Bachelor of Arts
Master of Arts

6. Dauer der Ausbildung

Bachelor: 7 Semester Regelstudienzeit inklusive 1 Praxis- beziehungsweise Auslandssemester
Master: 3 Semester Regelstudienzeit

7. Bestehende Partnerschaften

Institutionen: Fraunhofer EZRT Fürth, PIKSL-Labor Düsseldorf
Kooperationen mit Museen: Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
Kooperationen mit Hochschulen: Hochschule Niederrhein, Krefeld; Hochschule Bochum; Hochschule Luzern
Partnerhochschulen: Australian National University - College of Arts and Social Sciences Canberra (A); Karel de Grote Hogeschool Antwerpen, MAD Faculty, PXL University College Hasselt (B); Eesti Kunstiakadeemia, Tallinn (EST); Haute école des arts du Rhin Strasbourg (F); University of Central England in Birmingham (GB); Saimaa University of Applied Sciences Lappeenranta/Imatra (FIN); Robert Gordon University Aberdeen (SCO); University of Ulster Belfast (Nordirland);
Hiko Misuno College of Jewellery Tokyo (J); ArtEZ Institute of Arts Arnhem (NL); Academy of Fine Arts Gdansk (PL); Strzeminski Academy of Art Lodz (PL); Ar,Co Centro de Arte e Comunicacäo Visual Lissabon (P); Högskolan för Design och Konsthandwerk Gotenburg (S); Konstfack University College of Arts, Crafts and Design Stockholm (S); Escola Massana Barcelona (ES); Academy of Fine Arts and Design Bratislava (SLO); Hochschule Luzern (CH)

8. Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen

Schmuckfirmen: Niessing, Swarovski, Novero, XEN
Weitere Firmen: Fabtory Erkrath, WfMB Duisburg

9. Unterrichtssprache

Reguläre Unterrichtssprachen sind Deutsch (bei der Einschreibung muss der Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse erbracht werden) und gegebenenfalls Englisch

Fotos: Lukas Wenniger (1), Wibke Bramesfeld (1)

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